In Zeiten sinkender organischer Reichweiten und zunehmender Werbeblindheit suchen Unternehmen nach authentischen Wegen, ihre Botschaften zu verbreiten. Die Lösung liegt oft näher als gedacht: in den eigenen Reihen. Employee Advocacy – die strategische Aktivierung von Mitarbeitern als Markenbotschafter – entwickelt sich zu einem der wirkungsvollsten Marketinginstrumente. Denn keine bezahlte Kampagne ist so glaubwürdig wie die persönliche Empfehlung eines Mitarbeiters. Doch wie gelingt es, Mitarbeiter zu begeisterten Botschaftern zu machen, ohne dass es erzwungen oder unnatürlich wirkt?

Was genau ist Employee Advocacy?
Employee Advocacy beschreibt die aktive Förderung und Unterstützung von Mitarbeitern dabei, die Marke ihres Arbeitgebers positiv nach außen zu vertreten. Dies geschieht vor allem über soziale Netzwerke wie LinkedIn, XING oder Twitter, aber auch in persönlichen Gesprächen, auf Messen oder in Fachforen. Im Kern geht es darum, dass Mitarbeiter freiwillig und authentisch über ihr Unternehmen sprechen, Inhalte teilen und ihre persönlichen Netzwerke nutzen, um die Reichweite der Unternehmensmarke zu erhöhen.
Wichtig: Employee Advocacy funktioniert nur, wenn sie auf echter Begeisterung basiert. Erzwungenes Teilen von Corporate Content wirkt unglaubwürdig und schadet mehr, als es nutzt.
Die messbaren Vorteile von Employee Advocacy
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Studien zeigen, dass Inhalte, die von Mitarbeitern geteilt werden, achtmal mehr Engagement erzeugen als Inhalte, die über Unternehmenskanäle veröffentlicht werden. Die Gründe liegen auf der Hand:
- Höhere Glaubwürdigkeit: 84 Prozent der Menschen vertrauen Empfehlungen von Personen mehr als Unternehmensbotschaften
- Größere Reichweite: Die kombinierten sozialen Netzwerke aller Mitarbeiter übertreffen die Followerzahl der Unternehmensseite um ein Vielfaches
- Bessere Konversionsraten: Leads aus Employee Advocacy konvertieren siebenmal häufiger als andere Leads
- Kosteneffizienz: Im Vergleich zu bezahlten Werbekampagnen entstehen minimale Kosten bei maximaler Authentizität
- Employer Branding: Mitarbeiter, die stolz über ihren Arbeitgeber sprechen, ziehen gleichzeitig neue Talente an
Wie Sie ein erfolgreiches Employee Advocacy Programm aufbauen
Ein strukturiertes Vorgehen ist entscheidend, um aus engagierten Einzelstimmen ein wirksames Advocacy-Programm zu entwickeln:
1. Schaffen Sie die richtige Unternehmenskultur
Employee Advocacy funktioniert nur in einer Umgebung, in der Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen und gerne für ihr Unternehmen arbeiten. Investieren Sie in Mitarbeiterzufriedenheit, bevor Sie Advocacy-Programme starten.
2. Stellen Sie teilbare Inhalte bereit
Ihre Mitarbeiter sind keine Content-Creators. Bereiten Sie hochwertige, teilbare Inhalte vor: Blogartikel, Infografiken, Videos, Studienergebnisse oder Unternehmensneuigkeiten. Wichtig: Der Content sollte nicht nur werblich sein, sondern echten Mehrwert bieten.
3. Machen Sie es einfach
Reduzieren Sie Hürden auf ein Minimum. Nutzen Sie Tools, die das Teilen von Inhalten vereinfachen. Erstellen Sie Vorlagen für Postings, die Mitarbeiter individuell anpassen können. Je einfacher der Prozess, desto höher die Beteiligung.
4. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter
Nicht jeder fühlt sich sicher im Umgang mit sozialen Medien. Bieten Sie Workshops an zu Themen wie LinkedIn-Profil-Optimierung, professionellem Netzwerken oder dem Verfassen ansprechender Posts. Zeigen Sie Best Practices auf.
Employee Advocacy greifbar machen: Die Rolle von Werbeartikeln
Hier kommt eine oft übersehene Komponente ins Spiel: Werbeartikel mit Logo können Employee Advocacy physisch unterstützen und verstärken. Hochwertige Werbeartikel, die Mitarbeiter gerne nutzen – sei es ein eleganter Rucksack mit Logo, eine Premium Werbeartikel-Flasche oder stilvolle Notizbücher mit Firmenlogo – machen Markenbotschafter im Alltag sichtbar.
Ein Mitarbeiter, der auf einer Branchenkonferenz einen hochwertigen Hoodie mit Logo trägt, wird zum wandelnden Markenbotschafter. Kollegen und potenzielle Kunden sprechen ihn darauf an, es entstehen Gespräche, Visitenkarten werden ausgetauscht. Der Werbeartikel wird zum Gesprächsöffner und physischen Symbol der Mitarbeiterbindung.
Entscheidend ist die Qualität: Billige Giveaways werden selten genutzt und damit auch selten gesehen. Werbeartikel, die Mitarbeiter stolz verwenden, multiplizieren die Sichtbarkeit Ihrer Marke in genau den Kreisen, die für Sie relevant sind – und zwar auf die authentischste Art und Weise.
Herausforderungen bei der Mitarbeiter Advocacy meistern
Trotz aller Vorteile gibt es Stolpersteine, die Sie kennen sollten:
- Angst vor negativen Konsequenzen: Mitarbeiter fürchten manchmal, etwas Falsches zu posten. Schaffen Sie klare Guidelines, aber vermeiden Sie übermäßige Kontrolle. Vertrauen ist die Basis.
- Zeitmangel: Advocacy darf nicht als zusätzliche Belastung wahrgenommen werden. Integrieren Sie entsprechende Zeit in den Arbeitsalltag oder machen Sie Teilnahme optional.
- Ungleiche Beteiligung: Nicht alle Mitarbeiter werden gleich aktiv sein. Das ist normal. Konzentrieren Sie sich auf die natürlichen Botschafter in Ihrem Unternehmen und bauen Sie von dort weiter aus.
- Fehlende Messbarkeit: Definieren Sie klare KPIs wie Reichweite, Engagement-Rate, generierte Leads oder Website-Traffic aus Mitarbeiter-Posts, um den Erfolg zu messen.
Best Practices für nachhaltigen Erfolg von Employee Advocacy
- Anerkennung zeigen: Würdigen Sie aktive Botschafter intern – durch Erwähnungen in Teammeetings, kleine Anerkennungen oder Gamification-Elemente
- Führungskräfte als Vorbilder: Wenn C-Level und Management vorleben, wie Employee Advocacy funktioniert, folgen andere eher
- Kontinuierliche Kommunikation: Informieren Sie regelmäßig über Erfolge des Advocacy-Programms
- Freiwilligkeit bewahren: Zwang führt zu Unglaubwürdigkeit – setzen Sie auf intrinsische Motivation
Employee Advocacy: Ihre Mitarbeiter sind Ihr größtes Marketing-Asset!
Employee Advocacy verwandelt Ihre Belegschaft in ein leistungsstarkes Marketinginstrument – nicht durch Zwang, sondern durch Begeisterung. In einer Zeit, in der Authentizität über den Erfolg von Markenkommunikation entscheidet, gibt es keinen glaubwürdigeren Kanal als zufriedene Mitarbeiter, die freiwillig und stolz über ihren Arbeitgeber sprechen. Kombiniert mit durchdachten physischen Touchpoints wie hochwertigen Werbeartikeln entsteht ein ganzheitliches Advocacy-Ökosystem, das digitale und analoge Welt verbindet. Investieren Sie in Ihre Mitarbeiter – sie werden Ihre beste Werbung.




